Netzwerkgrundlagen für Anfänger Teil 2

Florian Rothmayer

Fahren wir mit unserer Reihe „Netzwerkgrundlagen für Anfänger“ fort. Falls sie den 1. Teil noch nicht gelesen haben würde ich Ihnen empfehlen dies erst nachzuholen, da die einzelnen Teile aufeinander aufbauen.

Hier geht’s zum Teil 1

DHCP-Server

Sie Bauen ein neues Haus in Ihrer Straße. Wenn Sie wissen welche Hausnummer sie haben und wo die nächste Poststelle ist, dann kann man das selbst bei sich hinterlegen, dies nennt man statische IP-Adresse. Doch ein neues Gerät in ihrem Netzwerk weis seine Adresse Standardmäßig nicht. Da kommt der DHCP Server ins Spiel. Dieser hat eine List aller Adressen und weis welche Adressen noch frei sind. Sobald nun ein neues Gerät im Netzwerk anmeldet, fragt es den DHCP Server um eine IP-Adresse, Subnetzmaske, Gateway und DNS-Server. Zu DNS-Server später mehr. Wichtig was zu beachten ist! Ein DHCP Server hat immer einen Adressenbereich, in dem er Adressen vergibt. Sollten sie eine Statische Adresse selbst vergeben und diese im Bereich des DHCP Server fallen wird es in naher Zukunft zu Problemen führen. Da der Fall eintreten wird das zwei Geräte die gleiche Adresse haben.

DNS-Server

Um sich Adressen einfacher merken zu können. Wurde der DNS-Server erfunden. Aber was macht dieser? Dazu ein kleines Beispiel. Sie geben in ihren Browser die Internetadresse Google.de ein, damit sie mehr über die Firma Remynd System GmbH erfahren können. Google.de ist aber keine IP-Adresse. Wo soll nun die Anfrage hingesendet werden? Dies beantwortet ihnen ihr DNS-Server. Dieser besitz ein Verzeichnis in dem steht, Google.de hat die Adresse 172.217.7.3 und teilt ihren Computer dies mit. Somit kann er an die richtige Adresse seine Anfrage senden. Diesen Vorgang nennt man auch Namensauflösung. Wie sie mir sicher zustimmen werden kann man sich Google.de besser merken als 172.217.7.3. Die bekanntesten und am einfachsten zu merkenden öffentlichen DNS Server sind die von der Firma Google diese lauten 8.8.8.8 und 4.4.4.4 oder auch der DNS-Server der Firma Cloudflare 1.1.1.1. Eine der Adressen sollte Sie sich merken. Diese werden wir in einem späteren Teil zur Fehlersuche verwenden.

Router

Ein Netzwerkgerät das zwischen mehreren Netzwerken vermittelt. Bei kleinen Netzwerken fungiert er oft als Gateway, DNS- und DHCP-Server. Oft hat dieser auch eine Modem Integriert um sich über Spezielle Protokolle in das Internet einzuwählen.

NAT

Für lokale Netzwerke wurden IP-Adressenbereiche definiert, die nicht im Internet vorkommen, da es sonst zu Problemen führen kann. Nun tritt aber der Fall ein das z.B. Firma A ein Gerät mit der Adresse 192.168.178.10 in ihrem Netzwerk hat. Firma B hat aber auch ein Gerät das die IP-Adresse 192.168.178.10 besitzt. Dadurch würden Pakete zum falschen Empfänger gesendet werden. Um dies zu verhindern wurde das NAT erfunden. Ihr Router bekommt eine IP-Adresse im Internet und nur mit dieser Adresse sind sie aus dem Internet erreichbar. Sobald ein Lokales Netzwerkgerät nun auf Adressen im Internet zugreifen möchte ersetzt der Router die Absenderadresse mit seiner Öffentlichen IP-Adresse, die er aus dem Internet erhalten hat. Dadurch werden doppelte IP-Adressen in Internet vermieden. Kommt nun eine Antwort zurück hats sich der Router gemerkt welchen Interne Gerät die Internet Adresse aufgerufen hat und vermittelt es zu dem ursprünglichen Gerät zurück. Welche IP-Adressen für Private Nutzung gedacht sind können sie in diesem Wikipedia Eintrag nachlesen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Private_IP-Adresse#Adressbereiche

Switch

Ein Switch können Sie sich wie eine Mehrfachsteckdosen vorstellen. Aus einem Anschluss können mehrere Anschlüsse gewonnen werden. Diese teilen sich die mögliche Geschwindigkeit, die die Zuleitung bietet.

In Teil 3 unserer Reihe werden wir uns mit dem Thema Routen beschäftigen.